… richtet sich Aufmerksamkeit nicht nur auf die Welt, sondern zunehmend auch auf die Weise, wie Welt für uns entsteht. Selbsttransparenz macht sichtbar, welche Haltungen, Bedürfnisse, Erfahrungen und ICH-Konstrukte unser Wahrgeben prägen.
Sie bedeutet nicht vollständige Selbsterkenntnis. Vielmehr wächst die Bereitschaft, die eigene Perspektive immer wieder neu zu hinterfragen. Dadurch entsteht Freiheit im Umgang mit den eigenen Mustern.
Selbsttransparenz erweitert deshalb nicht nur das Wissen über die eigene Person. Sie erweitert den Spielraum, in dem Entwicklung möglich wird.
Mitten in einer Diskussion bemerkst du plötzlich: „Ich verteidige gerade weniger meine Idee als mein Selbstbild." Allein diese Einsicht verändert dein weiteres Handeln.
Welche Muster prägen mein Wahrgeben?
Wann werde ich mir meiner selbst bewusst?
Welche Reaktionen möchte ich neugieriger betrachten?
Wie helfen wir einander, blinde Flecken zu erkennen?
Welche Rückmeldungen ermöglichen Entwicklung?
Wie fördern wir Reflexion statt Rechtfertigung?
Welche Kultur unterstützt Selbsttransparenz?