… verstehen wir Haltung nicht als Meinung, Einstellung oder Charaktereigenschaft. Haltung beschreibt vielmehr die Art und Weise, wie sich unser Wahrgeben organisiert. Sie beeinflusst, welche Unterschiede wir wahrnehmen, welche Bedeutungen wir bilden und welche Möglichkeiten wir erkennen.
Mit jeder Haltungserweiterung verändert sich nicht nur unser Denken. Auch unser Fühlen, unser Handeln und unsere Beziehungen gewinnen neue Möglichkeiten. Frühere Haltungen verschwinden dabei nicht. Sie bleiben als wertvolle Fähigkeiten erhalten und werden in umfassendere Perspektiven integriert.
Haltung entwickelt sich deshalb nicht durch Belehrung, sondern durch Erfahrungen, Resonanz und die Bereitschaft, vertraute Wirklichkeiten zu hinterfragen.
Früher hast du in einem Konflikt vor allem nach der richtigen Lösung gesucht. Heute interessiert dich zunächst, wie unterschiedliche Wirklichkeiten entstehen konnten. Die Situation ist ähnlich geblieben. Deine Haltung hat sich verändert.
Welche Unterschiede nehme ich heute wahr, die ich früher übersehen hätte?
Welche Haltung ist aktuell für mich sitmmig?
Wo beginnt sich mein Blick zu erweitern?
Wie verändern unterschiedliche Haltungen unser Miteinander?
Wie können wir voneinander lernen, ohne einander verändern zu wollen?
Welche Haltungen prägen unsere Zusammenarbeit?
Wie schaffen wir Räume, in denen sich Haltung entwickeln kann?