… sehen wir die Welt niemals voraussetzungslos. Jede Wahrnehmung entsteht aus einer bestimmten Perspektive. Sie macht bestimmte Zusammenhänge sichtbar und lässt andere in den Hintergrund treten.
Perspektiven sind weder richtig noch falsch. Sie eröffnen jeweils einen bestimmten Zugang zur Wirklichkeit. Entwicklung bedeutet deshalb nicht, die richtige Perspektive zu finden, sondern den eigenen Blick um weitere Perspektiven zu erweitern.
Mit jeder Haltungserweiterung wächst die Fähigkeit, zwischen Perspektiven zu wechseln, Unterschiede auszuhalten und mehrere Sichtweisen gleichzeitig gelten zu lassen.
Nach einer Besprechung seid ihr euch uneinig, was eigentlich passiert ist. Jeder beschreibt dieselbe Situation anders. Erst im Zuhören wird deutlich: Nicht einer irrt sich. Jeder hat etwas gesehen, das den anderen entgangen ist.
Welche Perspektive bestimmt meinen Blick gerade?
Welche Sichtweise fehlt mir noch?
Wann habe ich zuletzt bewusst die Perspektive gewechselt?
Welche unterschiedlichen Perspektiven bereichern unser Gespräch?
Wie gelingt es uns, Unterschiede stehen zu lassen?
Welche Perspektiven fehlen in unseren Entscheidungen?
Wie schaffen wir Räume für Perspektivenvielfalt?