… umfasst Erleben mehr als einzelne Wahrnehmungen oder Gefühle. Gestimmtheit, Körper, Biografie und soziale Lage verbinden sich zu einer erlebten Welt. Dieselbe Situation kann dadurch als offen, eng, gefährlich oder einladend erscheinen.
Welterleben ist wirklich und perspektivisch zugleich. Es verdient Anerkennung, ohne als vollständige Beschreibung der gemeinsamen Welt zu gelten. Haltungserweiterung macht mehr Dimensionen des eigenen und fremden Welterlebens wahrnehmbar und erweitert damit Verständigung und Handlungsmöglichkeiten.
Während einer Umstrukturierung erlebt die Leitung Aufbruch und strategische Klarheit. Viele Mitarbeitende erleben Verlust, Unsicherheit und fehlenden Einfluss. Beide Welterleben beziehen sich auf denselben Prozess. Transformation wird erst tragfähiger, als diese Unterschiede nicht als Informationsfehler, sondern als reale Erfahrungswelten anerkannt werden.
Wie zeigt sich Welt in meinem gegenwärtigen Erleben?
Welche Gestimmtheit färbt meine Möglichkeiten?
Wie unterscheide ich mein Welterleben von der ganzen Wirklichkeit?
Wie unterscheiden sich unsere erlebten Welten?
Was verändert sich, wenn wir sie einander zugänglich machen?
Welche Gruppen erleben dieselbe Organisation unterschiedlich?
Wie werden Erfahrungswelten neben Kennzahlen und offiziellen Narrativen berücksichtigt?