… ist Begegnung mehr als Aufnahme äußerer Reize. Körper, Biografie und Haltung treffen auf Menschen, Dinge und Situationen. Aus dieser Resonanz entsteht eine bestimmte Wirklichkeit, die weder allein im Subjekt noch allein im Gegenüber liegt.
Jede Weltbegegnung trägt Möglichkeit und Begrenzung. Vertraute Deutungen machen schnelles Handeln möglich, können jedoch die Eigenheit des Gegenübers überdecken. Gegenwärtigkeit und Konstruktbewusstsein öffnen die Begegnung, sodass Welt anders erscheinen und eine neue Antwort entstehen kann.
Ein Mann geht täglich denselben Weg zur Arbeit und sieht die Straße vor allem als Strecke. Nach einem Gespräch mit einer Stadtökologin bemerkt er Pflanzen, Hitzeinseln und Aufenthaltsorte. Die Straße ist dieselbe und wird in einer veränderten Weltbegegnung zu einer anderen Wirklichkeit.
Wie begegne ich der Welt gerade?
Welche Haltung prägt, was mir erscheint?
Wo könnte ich dem Gegenüber mehr Eigenheit zugestehen?
Welche Welt entsteht in unserer Begegnung?
Wie verändern wir einander durch die Art, wie wir uns ansprechen?
Welche Weltbegegnungen ermöglichen unsere Räume, Produkte und Prozesse?
Wie prägt Organisation, was Menschen als Wirklichkeit erfahren?