… vermeiden wir die Wahl zwischen einer vollständig fertigen Außenwelt und einer rein subjektiven Erfindung. Menschen treffen auf etwas, das Widerstand leistet und antwortet. Zugleich wird dieses Etwas immer aus einer leiblichen, sprachlichen und sozialen Perspektive erfahren.
Wirklichkeit ist daher gemeinsam und verschieden. Mehrere Deutungen können auf dieselbe Situation bezogen sein und unterschiedliche Folgen erzeugen. Konstruktbewusstsein erweitert die Fähigkeit, Wirklichkeiten zu prüfen, miteinander zu vergleichen und neue Formen hervorzubringen, ohne den Widerstand der Welt zu leugnen.
Ein Raum hat messbare Temperatur, Licht und Größe. Für eine Person wirkt er sicher, für eine andere bedrückend, für eine dritte feierlich. Keine Erfahrung ersetzt die materiellen Bedingungen, und keine Zahl erfasst vollständig, wie der Raum wirklich wirkt.
Welche Wirklichkeit wirkt gerade auf mich?
Wie bin ich an ihrer Formbildung beteiligt?
Woran erfahre ich den Widerstand, der meine Deutung begrenzt?
Welche verschiedenen Wirklichkeiten entstehen aus derselben Situation?
Wie können wir sie prüfen und miteinander handlungsfähig werden?
Welche Wirklichkeit erzeugen Strukturen und Sprache für verschiedene Gruppen?
Wie verbinden wir Daten, Erfahrung und Wirkung?