… eine Resonanzweise kann eher unmittelbar, körperlich, rollenbezogen, rational, selbstreflexiv, perspektivisch oder systemisch geprägt sein. Sie entsteht aus Haltung, Biografie, Kontext und gegenwärtiger Gestimmtheit und ist deshalb weder starr noch vollständig individuell.
Emergetisch hilft der Begriff, Unterschiede im Erleben zu würdigen, ohne sie vorschnell als Persönlichkeitseigenschaften zu fixieren. Resonanzweisen können sich erweitern, überlagern und je nach Kontext wechseln.
Nach einer unerwarteten Veränderung fragt einer im Team sofort: „Was müssen wir tun?“, eine zweite: „Wie geht es den Leuten damit?“, ein dritter: „Welche Zusammenhänge übersehen wir?“ Drei Menschen antworten auf dasselbe Ereignis in unterschiedlichen Resonanzweisen.
Wie trete ich typischerweise mit neuen Situationen in Resonanz?
Welche Resonanzweise ist mir besonders vertraut?
Welche andere Weise könnte meinen Blick erweitern?
Welche unterschiedlichen Resonanzweisen begegnen sich zwischen uns?
Wie vermeiden wir, unsere eigene Weise zur Norm zu machen?
Welche Resonanzweisen belohnt unsere Kultur?
Wie schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Zugänge zur Welt wirksam werden können?