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Wie organisiert sich Leben? · Systeme

Autopoiesis

Leben erhält sich, indem es sich fortwährend selbst hervorbringt.

Auf den Punkt

Autopoiesis beschreibt die Fähigkeit lebender Systeme, sich durch ihre eigenen Prozesse immer wieder neu hervorzubringen.

Wenn wir emergetisch schauen …

… richtet die Autopoiesis den Blick auf die Eigenständigkeit lebender Systeme. Organismen, Psychen und soziale Systeme können nicht von außen gesteuert werden. Sie entwickeln sich aus ihrer eigenen Organisation heraus.

Die Emergetik greift diesen Gedanken auf und erweitert ihn um die Bedeutung von Resonanz und Haltung. Systeme bleiben in ihrer Organisation eigenständig. Gleichzeitig entwickeln sich ihre Möglichkeiten im fortwährenden Austausch mit ihrer Mitwelt. Entwicklung entsteht weder ausschließlich von innen noch ausschließlich von außen. Sie bildet sich im Zusammenspiel beider.

Autopoiesis beschreibt damit nicht Abschottung, sondern die besondere Weise, wie lebendige Systeme ihre Eigenständigkeit im Kontakt mit der Welt erhalten.

Erlebbar wird das, wenn …

Niemand kann für dich lernen. Andere können dich inspirieren, unterstützen oder herausfordern. Lernen geschieht dennoch immer aus deiner eigenen Entwicklung heraus.

ICH · Für mich

Welche Entwicklungen kann mir niemand abnehmen?

Wie gehe ich mit Anregungen aus meiner Mitwelt um?

WIR · Zwischen uns

Wie unterstützen wir Entwicklung, ohne sie steuern zu wollen?

Wie entsteht Eigenverantwortung?

ALLE · Für Organisationen

Wie schaffen wir Bedingungen, unter denen Entwicklung aus der Organisation selbst entstehen kann?

Wo verwechseln wir Steuerung mit Entwicklung?

Entwicklung lässt sich anregen. Hervorbringen kann sie sich nur selbst.
Siehe auch: System Selbstorganisation Resonanz Mitwelt Haltung Emergenz Autonomierespekt Relationalität Selbstsystem Systemgrenze Systemtheorie