… entsteht Ordnung nicht ausschließlich durch Steuerung. Überall dort, wo Menschen, Organismen oder soziale Systeme miteinander in Beziehung treten, beginnen sich Muster auszubilden. Aus Wiederholungen entstehen Gewohnheiten, aus Begegnungen Kultur und aus Zusammenarbeit gemeinsame Orientierung.
Selbstorganisation bedeutet dabei nicht Selbstgenügsamkeit. Jeder Prozess bleibt auf seine Mitwelt angewiesen. Neue Formen entstehen gerade durch die Resonanzen mit dem, was außerhalb der bisherigen Ordnung liegt.
Die Emergetik versteht Selbstorganisation deshalb als einen offenen Entwicklungsprozess, der Stabilität und Veränderung miteinander verbindet.
In einem Team übernimmt plötzlich niemand mehr das Protokoll. Nach einigen Treffen entwickelt sich ganz selbstverständlich eine neue Arbeitsweise. Niemand hat sie beschlossen. Sie hat sich gebildet.
Welche Gewohnheiten organisieren mein Leben?
Welche Muster entstehen immer wieder?
Wo darf sich eine neue Ordnung bilden?
Welche Regeln entstehen bei uns von selbst?
Welche Muster möchten wir bewusst verändern?
Wo vertrauen wir auf Selbstorganisation?
Welche Rahmenbedingungen fördern sie?