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Wie organisiert sich Leben? · Systeme

Selbstorganisation

Ordnung wächst oft in Selbtorganisation, wo niemand sie geplant hat.

Auf den Punkt

Selbstorganisation beschreibt den Prozess, in dem sich aus vielen Wechselwirkungen eigenständig stabile Muster bilden.

Wenn wir emergetisch schauen …

… entsteht Ordnung nicht ausschließlich durch Steuerung. Überall dort, wo Menschen, Organismen oder soziale Systeme miteinander in Beziehung treten, beginnen sich Muster auszubilden. Aus Wiederholungen entstehen Gewohnheiten, aus Begegnungen Kultur und aus Zusammenarbeit gemeinsame Orientierung.

Selbstorganisation bedeutet dabei nicht Selbstgenügsamkeit. Jeder Prozess bleibt auf seine Mitwelt angewiesen. Neue Formen entstehen gerade durch die Resonanzen mit dem, was außerhalb der bisherigen Ordnung liegt.

Die Emergetik versteht Selbstorganisation deshalb als einen offenen Entwicklungsprozess, der Stabilität und Veränderung miteinander verbindet.

Erlebbar wird das, wenn …

In einem Team übernimmt plötzlich niemand mehr das Protokoll. Nach einigen Treffen entwickelt sich ganz selbstverständlich eine neue Arbeitsweise. Niemand hat sie beschlossen. Sie hat sich gebildet.

ICH · Für mich

Welche Gewohnheiten organisieren mein Leben?

Welche Muster entstehen immer wieder?

Wo darf sich eine neue Ordnung bilden?

WIR · Zwischen uns

Welche Regeln entstehen bei uns von selbst?

Welche Muster möchten wir bewusst verändern?

ALLE · Für Organisationen

Wo vertrauen wir auf Selbstorganisation?

Welche Rahmenbedingungen fördern sie?

Selbstorganisation verbindet Freiheit mit gemeinsamer Orientierung.
Siehe auch: System Autopoiesis Formbildung Rückkopplung Emergenz Ordnung Stabilität Struktur Emergenz 3 Adaptivität Autonomierespekt Kybernetik Organisation Selbstkorrektur­mechanismen