… entstehen neue Formen nicht durch bloße Addition ihrer Bestandteile. Im Zusammenspiel von Beziehungen können Eigenschaften sichtbar werden, die zuvor nicht vorhanden waren.
Die Emergetik knüpft an diesen Gedanken an und richtet ihren Blick besonders auf die Bedingungen, unter denen Emergenz möglich wird. Sie interessiert sich weniger für das überraschende Neue als für die Resonanzfelder, Spannungen und Formbildungsprozesse, aus denen neue Qualitäten hervorgehen.
Emergenz beschreibt deshalb keinen Zufall, sondern eine besondere Weise des Werdens.
Menschen arbeiten gemeinsam an einer Fragestellung. Im Laufe des Gesprächs entsteht eine Idee, die niemand vorbereitet hatte und die sich keiner einzelnen Person zuschreiben lässt. Sie ist aus dem Zusammenspiel hervorgegangen.
Wo überrascht mich mein eigenes Denken?
Welche neuen Möglichkeiten entstehen im Zusammenspiel meiner Erfahrungen?
Welche neuen Qualitäten entstehen durch unsere Zusammenarbeit?
Was wäre allein nicht möglich gewesen?
Wie gestalten wir Bedingungen, unter denen Emergenz wahrscheinlicher wird?
Welche Räume fördern gemeinsames Hervorbringen?