… entstehen Korrekturen durch Rückkopplung, Irritation und Vergleich mit eigenen Orientierungen. Körper regulieren Spannung, Teams verändern Routinen und Organisationen passen Entscheidungen an neue Informationen an. Die Korrektur bleibt dabei Teil der eigenen Systemlogik.
Selbstkorrektur kann Stabilität bewahren oder Entwicklung ermöglichen. Manche Mechanismen führen ein System immer wieder zur vertrauten Ordnung zurück und verhindern dadurch notwendige Veränderung. Emergetisch fragen wir deshalb, worauf ein System reagiert, welche Abweichungen es wahrnehmen kann und ob seine Korrektur den Möglichkeitsraum erweitert.
Ein Team bemerkt, dass Entscheidungen regelmäßig zu spät fallen. Ohne neue Vorgabe von außen führt es kurze Auswertungen ein, verändert Zuständigkeiten und prüft die Wirkung nach vier Wochen. Der Mechanismus wird selbst entwickelt und bleibt an Rückmeldung gebunden.
Woran erkenne ich, dass mein Handeln seine Wirkung verfehlt?
Wie korrigiere ich mich, ohne mich abzuwerten?
Welche vertraute Ordnung stellt mein Selbstsystem immer wieder her?
Welche Rückmeldungen lösen bei uns echte Korrektur aus?
Wie können wir Fehler nutzen, bevor sie zu Schuldfragen werden?
Welche Selbstkorrekturmechanismen besitzt unsere Organisation?
Wo stabilisieren Kennzahlen und Routinen gerade das falsche Muster?