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Wie erleben wir? · Resonanz

Resonanzdialog

Ein Gespräch vertieft sich, wenn wir nicht nur auf Worte antworten, sondern auch auf das, was sie in uns und zwischen uns in Bewegung bringen.

Auf den Punkt

Ein Resonanzdialog ist ein Gespräch, in dem die Beteiligten neben Inhalten auch ihre Resonanzen wahrnehmen, transparent machen und als Teil des gemeinsamen Geschehens nutzen.

Wenn wir emergetisch schauen …

… im Resonanzdialog wird Zuhören zu einer Form des Mitwahrgebens. Menschen achten auf Gestimmtheit, Irritation, leibliche Reaktionen, Bilder und Bedeutungsverschiebungen. Diese werden als eigene Erfahrungen eingebracht, nicht als sichere Deutungen über andere.

Der Dialog kann dadurch langsamer und zugleich tiefer werden. Seine Qualität liegt weniger in vollständiger Einigkeit als in der Fähigkeit, unterschiedliche Resonanzen miteinander in Beziehung zu bringen.

Erlebbar wird das, wenn …

Zwei Kolleginnen sprechen über eine Entscheidung. Nach mehreren Sachargumenten sagt eine: „Ich merke, dass ich bei deinem Vorschlag sofort dichtmache, obwohl ich noch gar nicht genau weiß warum.“ Die andere antwortet: „Interessant, bei mir passiert gerade das Gegenteil.“ Zum ersten Mal wird nicht nur über die Entscheidung gesprochen, sondern über das Feld, in dem sie entstehen soll.

ICH · Für mich

Welche Resonanz nehme ich während dieses Gesprächs wahr?

Was davon möchte ich als eigene Erfahrung transparent machen?

Kann ich zuhören, wie sich meine Bedeutung während des Gesprächs verändert?

WIR · Zwischen uns

Was geschieht zwischen unseren Worten?

Wie können unterschiedliche Resonanzen nebeneinander hörbar bleiben?

ALLE · Für Organisationen

Welche Gesprächsformate ermöglichen Resonanzdialoge?

Wo verhindert Zeitdruck, dass Wirkung und Bedeutung gemeinsam erkundet werden?

Ein Resonanzdialog macht das Gespräch selbst zum Wahrnehmungsraum.
Siehe auch: Emergenzdialog Resonanzangebot Feelback Selbsttransparenz Dazwischen Verständigung