… im klassischen Feedback wird häufig beschrieben, welches Verhalten beobachtet wurde und welche Wirkung es hatte. Feelback ergänzt diese Ebene um die Frage: Was hat die Begegnung in mir ausgelöst? Welche Spannung, Nähe, Irritation oder Lebendigkeit habe ich wahrgenommen?
Dabei wird das eigene Erleben als Resonanzinformation angeboten und nicht als objektive Wahrheit über das Gegenüber. Ein Satz wie „Ich werde gerade eng, wenn du das sagst“ lässt mehr Offenheit als „Du setzt mich unter Druck“. Feelback verbindet Selbsttransparenz mit Autonomierespekt.
Nach einer Präsentation sagt ein Kollege: „Auf Folie sieben waren zu viele Zahlen.“ Das ist nützlich. Eine Kollegin ergänzt: „Als du über das Scheitern des Projekts gesprochen hast, wurde ich plötzlich sehr aufmerksam und hätte gern länger dort verweilt.“ Das zweite Feedback zeigt nicht nur auf die Folie, sondern auf Resonanz.
Was hat eine Begegnung gerade in mir ausgelöst?
Wie kann ich mein Erleben beschreiben, ohne es dem anderen zuzuschreiben?
Welche Resonanzinformation möchte ich anbieten?
Wie verändert sich Feedback, wenn wir auch unser Erleben transparent machen?
Welche Feelbacks helfen uns, das Dazwischen wahrzunehmen?
Wie schaffen wir Rückmeldekulturen, in denen Wirkung und Resonanz besprechbar sind?
Wo braucht Feelback klare Grenzen, damit es nicht zur emotionalen Bewertung wird?