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Wer sind wir? · Selbst

Selbstentwicklung

Das Selbst entwickelt sich, wenn es die Formen, durch die es sich erlebt, erweitern und neu verbinden kann.

Auf den Punkt

Selbstentwicklung bezeichnet die Veränderung des Verhältnisses, das ein Mensch zu sich selbst, seinen Erfahrungen und seiner Mitwelt bildet.

Wenn wir emergetisch schauen …

… geht Selbstentwicklung über Optimierung von Eigenschaften hinaus. Sie verändert, was ein Mensch als zu sich gehörig wahrnimmt, wie innere Stimmen unterschieden werden und welche Erfahrungen gehalten oder integriert werden können.

Das Selbst entsteht relational. Seine Entwicklung geschieht deshalb durch Begegnung, Sprache, leibliche Erfahrung und neue Formen von Verantwortung. Frühere Selbstformen bleiben als Fähigkeiten und Schutzbewegungen erhalten. Reifung zeigt sich darin, dass mehr von ihnen bewusst, beweglich und kontextbezogen verfügbar wird.

Erlebbar wird das, wenn …

Eine Frau versucht lange, selbstbewusster aufzutreten. Erst als sie ihre vorsichtige Seite nicht mehr bekämpft, sondern als sensible Wahrnehmungsfähigkeit versteht, verändert sich ihr Selbstverhältnis. Sie kann klarer sprechen, ohne eine fremde Stärke zu spielen.

ICH · Für mich

Wie hat sich mein Verhältnis zu mir selbst verändert?

Welche Seite von mir möchte verstanden statt verbessert werden?

Welche frühere Selbstform kann heute bewusster integriert werden?

WIR · Zwischen uns

Wie unterstützen oder begrenzen wir gegenseitig unsere Selbstentwicklung?

Welche neuen Seiten dürfen in unserer Beziehung Form finden?

ALLE · Für Organisationen

Wie unterscheiden wir Entwicklung von Anpassung an ein Idealprofil?

Welche Erfahrungen fördern Selbsttransparenz und Eigenheit?

Selbstentwicklung erweitert weniger das Inventar unserer Eigenschaften als die Beziehung zu dem, was in uns lebt.
Siehe auch: Identitätsentwicklung Nachnähren Selbsttransparenz Haltungserweiterung Eigenheit Integration Biografiekörper Wachstums­gefährten Selbstaktualisierung