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Wie erweitert sich Bewusstsein? · Haltung

Durchlässigkeit

Manchmal bleibt das Selbst bestehen, indem es weniger festhalten muss.

Auf den Punkt

Durchlässigkeit beschreibt die Fähigkeit, sich von Erfahrungen, Menschen und Feldern berühren zu lassen, ohne die eigene Eigenheit aufzugeben.

Wenn wir emergetisch schauen …

… erscheint die Grenze des Selbst weder als starre Mauer noch als vollständige Auflösung. Durchlässigkeit ermöglicht Austausch: Resonanzen können eintreten, sich verändern und wieder weiterziehen. Ein Mensch nimmt mehr von der Mitwelt wahr und bleibt zugleich fähig, Unterschiede, Bedürfnisse und Verantwortung zu halten.

Mit wachsender Haltung kann Durchlässigkeit auch die eigenen Konstruktionen betreffen. Gedanken, Identitäten und Selbstbilder werden weniger absolut. Sie bleiben brauchbare Formen, durch die Welt erfahrbar wird, ohne das gesamte Erleben festzulegen. Durchlässigkeit verbindet Offenheit mit Form und schützt damit sowohl vor Abschottung als auch vor Überflutung.

Erlebbar wird das, wenn …

In einem intensiven Gespräch spürst du die Trauer deines Gegenübers deutlich. Früher hättest du dich entweder innerlich verschlossen oder seine Gefühle vollständig übernommen. Heute kannst du dich berühren lassen, bei dir bleiben und aus dieser Nähe heraus antworten.

ICH · Für mich

Wofür bin ich offen und wogegen schütze ich mich?

Wo wird meine Grenze starr, wo zu durchlässig?

Welche Selbstbeschreibung könnte leichter werden?

WIR · Zwischen uns

Wie können wir einander berühren, ohne uns zu vereinnahmen?

Welche Grenzen ermöglichen echten Austausch?

ALLE · Für Organisationen

Wie durchlässig ist unsere Organisation für Rückmeldungen aus ihrer Mitwelt?

Welche Strukturen schützen Identität und erlauben zugleich Veränderung?

Durchlässigkeit lässt Welt und Selbst einander verändern, ohne dass eines im anderen verschwindet.
Siehe auch: Verbindung Eigenheit Feldbewusstsein Resonantes Miterleben Selbsttransparenz Unjekt Ich-Setzung Lebensstrom Systemgrenze Transzendenz Resonanzgrenze