… beginnt Entwicklung oft dort, wo Erleben Worte findet. Was zuvor nur gespürt, geahnt oder vermieden wurde, kann gemeinsam betrachtet werden. Dadurch verändert sich nicht nur das Gespräch, sondern auch die Möglichkeiten des Handelns.
Besprechbarkeit bedeutet dabei nicht, alles aussprechen zu müssen. Sie beschreibt vielmehr eine Qualität von Beziehung, in der Menschen erleben, dass Erfahrungen ausgesprochen werden dürfen, ohne vorschnell bewertet oder gelöst zu werden.
So wird Sprache zu einem Resonanzraum, in dem Entwicklung anschlussfähig wird.
In einem Team spricht erstmals jemand eine unterschwellige Spannung an. Niemand hat sofort eine Lösung. Doch allein dadurch verändert sich die Atmosphäre. Was zuvor zwischen allen wirkte, kann nun gemeinsam betrachtet werden.
Was möchte ausgesprochen werden?
Welche Erfahrungen finden noch keine Worte?
Wo wünsche ich mir mehr Besprechbarkeit?
Was darf zwischen uns leichter ausgesprochen werden?
Wie schaffen wir Räume, in denen Unterschiede besprechbar werden?
Welche Themen bleiben unausgesprochen?
Wie fördern wir eine Kultur der Besprechbarkeit?