… ist Sprache weit mehr als ein Mittel zur Informationsübertragung. Mit jedem Wort unterscheiden wir Wirklichkeit, geben Erfahrungen Bedeutung und gestalten mit, was für uns und andere wahrnehmbar wird.
Resonanzsprache nutzt diese schöpferische Kraft der Sprache bewusst. Sie möchte weniger erklären als anstimmen. Sie lädt dazu ein, Erfahrungen neu wahrzugeben, Unterschiede feiner zu bemerken und Entwicklung als lebendigen Prozess zu erleben.
Deshalb bevorzugt die Resonanzsprache Verben gegenüber Substantiven, Bilder gegenüber Definitionen und Geschichten gegenüber bloßen Erklärungen. Sie beschreibt Entwicklung nicht als fertigen Zustand, sondern als fortwährendes Werden.
Die Emergetik versteht ihre Begriffswelt deshalb nicht nur als Sammlung von Definitionen. Jedes Emergetikon möchte zugleich Teil einer Resonanzsprache sein, die neue Erfahrungsräume eröffnet.
Du liest einen Satz und bemerkst, dass er dir keine Antwort gibt. Stattdessen beginnt sich dein Blick zu verändern. Plötzlich nimmst du etwas wahr, das vorher schon da war, aber noch keinen Namen hatte. Das Wort erklärt deine Erfahrung nicht – es macht sie besprechbar.
Welche Worte erweitern meinen Blick auf die Welt?
Welche Begriffe helfen mir, Erfahrungen bewusster wahrzunehmen?
Wie verändert Sprache mein eigenes Erleben?
Welche Sprache öffnet unser Gespräch?
Wie sprechen wir so, dass neue Gedanken entstehen können?
Welche Worte schaffen Verbindung statt Abgrenzung?
Welche Sprache prägt unsere Kultur?
Fördert unsere Kommunikation Lernen oder Verteidigung?
Wie sprechen wir über Veränderung, damit Entwicklung möglich wird?