… beginnt unser Erleben nicht mit Gedanken oder Gefühlen. Noch bevor wir bewusst wahrnehmen, antwortet unser Organismus bereits auf seine Mitwelt. Ein Blick, eine Stimme, ein Geruch oder ein Raum verändern etwas in uns. Diese erste Resonanz nennen wir Angestimmtheit.
Angestimmtheit ist noch kein Gefühl im eigentlichen Sinn. Sie ist das leise Verschieben unserer leiblichen und psychischen Gestimmtheit. Erst später entstehen daraus Empfindungen, Emotionen, Gedanken und Bedeutungen.
Je weiter sich unsere Haltung entwickelt, desto feiner nehmen wir diese frühen Resonanzbewegungen wahr. Dadurch gewinnen wir einen größeren Spielraum zwischen dem ersten Berührtwerden und unserem Handeln, zwischen Impuls und Ausdruck.
Du betrittst einen Raum und spürst sofort eine Veränderung. Noch weißt du nicht warum. Erst Minuten später bemerkst du die angespannte Stimmung oder die besondere Ruhe. Dein Körper wusste bereits etwas, bevor dein Denken Worte dafür fand.
Was stimmt mich heute an?
Welche Veränderungen bemerke ich zuerst in meinem Körper?
Wo beginnt mein Erleben, noch bevor ich darüber nachdenke?
Wie stimmen wir uns gegenseitig an?
Welche Wirkung haben unsere Worte, bevor wir ihren Inhalt verstehen?
Welche Atmosphäre stimmt Menschen in unserer Organisation an?
Wie bewusst gestalten wir die ersten Momente einer Begegnung?