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Wie erleben wir? · Resonanz

Ko-Regulation

Wir beruhigen und beleben uns nicht nur selbst. Nervensysteme antworten fortwährend aufeinander.

Auf den Punkt

Ko-Regulation bezeichnet die wechselseitige Beeinflussung körperlicher und emotionaler Zustände, durch die Menschen einander bei Orientierung, Beruhigung oder Aktivierung unterstützen können.

Wenn wir emergetisch schauen …

… stimme, Blick, Abstand, Rhythmus und körperliche Präsenz wirken oft lange bevor Inhalte bewusst verarbeitet werden. Ein ruhiges Gegenüber kann Sicherheit vermitteln, ein angespannter Raum kann Unruhe verstärken. Ko-Regulation ist damit ein grundlegender Teil von Resonanzgeschehen.

Emergetisch betrachtet entsteht Regulation nicht ausschließlich im Individuum. Sie bildet sich im Dazwischen und bleibt zugleich abhängig von Grenzen, Biografie und Kontext. Gute Ko-Regulation stärkt die eigene Regulationsfähigkeit, statt dauerhafte Abhängigkeit zu erzeugen.

Erlebbar wird das, wenn …

Ein Kind fällt hin und schaut zuerst zur Mutter. Sie erschrickt kurz, atmet aus und sagt ruhig: „Aua, das hat wehgetan.“ Erst jetzt beginnt das Kind zu weinen und lässt sich trösten. Wenige Sekunden später rennt es weiter. Zwei Nervensysteme haben miteinander gearbeitet.

ICH · Für mich

Wer oder was hilft meinem Körper, wieder Orientierung zu finden?

Wie wirke ich auf die Gestimmtheit anderer?

Wo brauche ich Selbstregulation und wo Beziehung?

WIR · Zwischen uns

Wie regulieren wir uns in angespannten Situationen gegenseitig?

Welche Signale von Sicherheit oder Unruhe senden wir unbewusst?

ALLE · Für Organisationen

Welche Arbeitsbedingungen unterstützen Ko-Regulation?

Wie wirken Führung, Räume und Kommunikationsrhythmen auf kollektive Anspannung?

Ko-Regulation erinnert daran, dass innere Zustände auch zwischen Körpern entstehen und sich verändern.
Siehe auch: Selbstregulation Zwischenleiblichkeit Leibliche Resonanz Angestimmtheit Resonanzfeld Verbundenheit