… begegnen sich Menschen nicht nur über Sprache oder Gedanken. Blicke, Haltung, Stimme, Atmung und Bewegungen stimmen einander fortwährend an. Diese leibliche Verbundenheit beschreibt die Emergetik als Zwischenleiblichkeit.
Zwischenleiblichkeit bildet einen wesentlichen Teil unseres Resonanzgeschehens. Oft verändert sich eine Begegnung bereits, bevor ein einziges Wort gesprochen wird. Wir spüren Anspannung, Offenheit, Vertrauen oder Unsicherheit unmittelbar.
Mit wachsender Resonanzfähigkeit lernen wir, diese leiblichen Resonanzen bewusster wahrzunehmen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten des Verstehens, lange bevor Sprache einsetzt.
Ein Kind fällt hin. Noch bevor jemand etwas sagt, knien sich die Eltern hin, öffnen ihre Arme und atmen ruhiger. Das Kind beginnt sich zu beruhigen. Die Veränderung beginnt nicht mit Worten, sondern mit Zwischenleiblichkeit.
Wie nehme ich leibliche Resonanzen wahr?
Welche Begegnungen wirken lange nach?
Wie verändert meine eigene Präsenz andere Menschen?
Wie stimmen wir uns gegenseitig an?
Welche Rolle spielt unser leibliches Miteinander?
Wie beeinflussen Räume und Begegnungen Zusammenarbeit?
Welche Bedeutung hat leibliche Präsenz im digitalen Zeitalter?