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Wie erleben wir? · Resonanz

Leibliche Atmosphäre

Manche Räume fühlen sich an, bevor wir sagen können, was in ihnen geschieht.

Auf den Punkt

Leibliche Atmosphäre bezeichnet die körperlich spürbare Gesamtqualität einer Situation oder eines Raumes, die entsteht, bevor einzelne Gefühle oder Bedeutungen klar unterschieden sind.

Wenn wir emergetisch schauen …

… wir erleben Atmosphären nicht nur über Gedanken. Enge, Weite, Schwere, Wärme, Unruhe oder Leichtigkeit können sich unmittelbar im Körper zeigen. Diese Qualitäten gehören weder eindeutig nur zu einer Person noch nur zur Umgebung. Sie entstehen im Verhältnis von Leib, Mitwelt und Situation.

Emergetisch wird die leibliche Atmosphäre zu einer frühen Resonanzinformation. Sie kann Hinweise geben, ohne bereits eine Erklärung zu liefern. Je feiner das Resonanzempfinden, desto eher können wir Atmosphäre wahrnehmen und zugleich offenhalten, wie sie zu verstehen ist.

Erlebbar wird das, wenn …

Du betrittst einen Besprechungsraum fünf Minuten vor Beginn. Niemand spricht über den Konflikt vom Vortag, doch die Luft wirkt so dicht, dass selbst das übliche „Na, alle gut drauf?“ erstaunlich mutig klingt. Dein Körper hat längst etwas registriert, das der Kalender nicht vermerkt.

ICH · Für mich

Welche Atmosphäre nehme ich gerade körperlich wahr?

Wo im Leib wird sie spürbar?

Kann ich sie bemerken, ohne sofort eine Geschichte daraus zu machen?

WIR · Zwischen uns

Welche Atmosphäre entsteht zwischen uns?

Wie verändert sich unser Miteinander, wenn wir das leiblich Spürbare ansprechen?

ALLE · Für Organisationen

Welche Atmosphären erzeugen Räume, Rituale und Führungsverhalten?

Wie können wir leibliche Signale als Information nutzen, ohne sie zu objektivieren?

Leibliche Atmosphäre ist die spürbare Seite eines Feldes, bevor wir wissen, welche Bedeutung wir ihm geben.
Siehe auch: Leiblichkeit Angestimmtheit Gestimmtheit Zwischenleiblichkeit Resonanzfeld Empfindung