… beginnt unser Erleben nicht mit Sprache und nicht mit Gedanken. Noch bevor wir unterscheiden, beurteilen oder benennen, antwortet unser Leib auf die Welt. Wärme, Druck, Enge, Weite, Spannung oder Leichtigkeit sind ursprüngliche Formen dieses Erlebens.
Empfindungen besitzen zunächst keine eindeutige Bedeutung. Erst im weiteren Verlauf des Erlebens verbinden sie sich mit Erinnerungen, Sprache und Erfahrungen. Daraus entwickeln sich Emotionen, Gefühle und Sinnzusammenhänge.
Empfindung ist deshalb kein einfaches Körpergefühl. Sie bildet den ersten Resonanzboden, aus dem unser Welterleben hervorgeht.
Du hörst plötzlich deinen Namen. Noch bevor du weißt, wer dich gerufen hat, verändert sich etwas in deinem Körper. Erst danach beginnst du zu verstehen, was geschieht.
Welche Empfindungen nehme ich gerade wahr?
Wie schnell gebe ich ihnen eine Bedeutung?
Kann ich sie zunächst einfach wahrnehmen?
Wie sprechen wir über leibliche Erfahrungen?
Welche Empfindungen entstehen zwischen uns?
Wie viel Raum geben wir leiblichem Erleben?
Welche Arbeitskultur fördert feine Wahrnehmung?