… unterscheiden wir Gefühle von Emotionen und vom Emotieren. Gefühle sind keine bloßen Reaktionen des Körpers. Sie entstehen, wenn wir unser Erleben bewusst wahrnehmen und ihm Bedeutung geben.
Je differenzierter unsere Sprache und unsere Haltung werden, desto feiner können wir Gefühle unterscheiden. Aus einem diffusen Unwohlsein werden Enttäuschung, Sehnsucht, Dankbarkeit oder Verletzlichkeit. Dadurch verändert sich nicht nur unser Erleben, sondern auch unser Handlungsspielraum.
Gefühle sind deshalb keine fertigen Zustände. Sie bilden sich fortlaufend im Zusammenspiel von Resonanz, Sprache und Bewusstsein.
Lange glaubst du, wütend zu sein. Erst im Gespräch bemerkst du, dass unter der Wut eigentlich Traurigkeit liegt. Mit einem neuen Wort verändert sich auch dein Erleben.
Welche Gefühle kann ich klar benennen?
Welche bleiben noch unbestimmt?
Welche Sprache hilft mir, mein Erleben besser zu verstehen?
Wie sprechen wir über Gefühle?
Welche Gefühle werden bei uns leicht überhört?
Welche Gefühlsräume erlaubt unsere Kultur?
Wie verändert emotionale Sprachfähigkeit Zusammenarbeit?