… unterscheiden wir zwischen dem Körper als beobachtbarem Organismus und dem Leib als unmittelbar gelebter Erfahrung. Wir erleben die Welt nicht von außen. Wir begegnen ihr leiblich.
Der Leib ist kein Objekt unseres Bewusstseins. Er ist die Weise, wie uns Welt berührt und wie wir auf sie antworten. Jede Resonanz, jede Empfindung und jede Gestimmtheit vollzieht sich leiblich.
Mit wachsender Haltungserweiterung verändert sich auch unser Verhältnis zur Leiblichkeit. Wir nehmen den Leib nicht mehr nur als funktionierenden Körper wahr, sondern als feinen Resonanzraum unseres Welterlebens.
Du stehst auf einer Bühne. Noch bevor du sprichst, spürst du deinen Atem, deine Füße auf dem Boden und das Herzklopfen in deiner Brust. Nicht dein Körper reagiert auf die Situation, du erlebst sie leiblich.
Wie spricht mein Leib mit mir?
Welche Erfahrungen zeigen sich zuerst leiblich?
Wie aufmerksam höre ich auf diese Signale?
Wie verändert unsere Gegenwart die Leiblichkeit anderer?
Welche Resonanz entsteht durch Nähe, Blick oder Berührung?
Wie viel Leiblichkeit erlauben unsere Arbeitsformen?
Welche Bedeutung haben Räume, Atmosphäre und Präsenz?