… stehen Menschen fortwährend in Resonanz mit ihrer Mitwelt. Meist bleibt dieser Prozess unbewusst. Mit wachsender Haltung erweitert sich jedoch die Fähigkeit, diese Resonanzbewegungen immer differenzierter wahrzunehmen.
Resonanzempfinden richtet sich weniger auf einzelne Gefühle als auf das feine Geschehen des Berührtwerdens. Es nimmt wahr, wie Räume, Menschen, Situationen oder Gedanken uns anstimmen und wie sich daraus Gestimmtheiten entwickeln.
Je differenzierter unser Resonanzempfinden wird, desto mehr Möglichkeiten des Wahrgebens eröffnen sich. Entwicklung erweitert deshalb nicht nur unser Denken. Sie verfeinert unsere Wahrnehmung des Dazwischen.
Du betrittst einen Raum und bemerkst sofort, dass sich etwas verändert hat. Niemand hat etwas gesagt. Dennoch spürst du Anspannung, Offenheit oder Erwartung. Erst später verstehst du, wodurch dieses Erleben angestimmt wurde.
Welche Resonanzen nehme ich heute wahr, die mir früher entgangen wären?
Wie verändert sich mein Resonanzempfinden?
Welche Resonanzen entstehen zwischen uns?
Wie sprechen wir darüber?
Wie fördern wir in Organisationen die Fähigkeit, feine Resonanzen wahrzunehmen, bevor sie zu Konflikten oder Chancen werden?