… geht Verbundenheit über einzelne Kontakte hinaus. Sie kann als Zugehörigkeit, leibliche Nähe, Verantwortung oder stille Teilhabe erfahren werden. Dabei bleibt sie mit Eigenheit vereinbar: Ein Mensch kann verbunden sein, ohne sich aufzulösen.
Verbundenheit besitzt helle und anspruchsvolle Seiten. Beziehungen nähren, verpflichten und machen verletzlich. Reife Verbundenheit schließt Unterschiede, Grenzen und Abschiede ein. Sie wird weniger zur Garantie dauernder Nähe als zu einer Haltung, die das eigene Leben als mit anderem Leben verflochten wahrgibt.
Eine Frau pflegt ihren alten Vater und erlebt zugleich Liebe, Erschöpfung und den Wunsch nach Abstand. Als sie Verbundenheit nicht mehr mit grenzenloser Verfügbarkeit gleichsetzt, kann sie Unterstützung organisieren und die Beziehung bewusster leben.
Welche Beziehungen tragen mein Leben?
Wo verwechsle ich Verbundenheit mit Verschmelzung oder Verpflichtung?
Wie kann ich verbunden bleiben und meine Grenze achten?
Welche Form von Verbundenheit ist zwischen uns stimmig?
Wie tragen wir Nähe, Unterschied und Abschied gemeinsam?
Wie fördert unsere Organisation Zugehörigkeit ohne Konformitätsdruck?
Welche Verantwortung folgt aus unserer Verbundenheit mit der Mitwelt?