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Wer sind wir? · Selbst

Zugehörigkeit

Wir werden zu uns selbst auch dadurch, dass wir irgendwo dazugehören.

Auf den Punkt

Zugehörigkeit bezeichnet das Erleben, Teil eines sozialen, kulturellen oder relationalen Zusammenhangs zu sein und darin als zugehörig anerkannt zu werden.

Wenn wir emergetisch schauen …

… zugehörigkeit gibt Sicherheit, Identität und Orientierung. Sie prägt, welche Rollen wir übernehmen, welche Sprache wir sprechen und welche Erwartungen selbstverständlich werden. Gleichzeitig entsteht Entwicklung oft in der Spannung zwischen Zugehörigkeit und Eigenheit.

Emergetisch wird Zugehörigkeit als lebendige Beziehung verstanden. Reife Zugehörigkeit verlangt weder vollständige Anpassung noch dauernde Abgrenzung. Sie kann Unterschiedlichkeit tragen und erlaubt, dass Menschen ihre Form verändern, ohne automatisch aus dem gemeinsamen Raum zu fallen.

Erlebbar wird das, wenn …

Ein Sohn erzählt seiner Familie, dass er beruflich einen völlig anderen Weg einschlagen will als alle vor ihm. Am Tisch wird es still. Seine Großmutter sagt schließlich: „Verstehen tue ich es nicht. Aber du gehörst trotzdem hierher.“ Manchmal braucht Entwicklung genau einen solchen Satz.

ICH · Für mich

Wo erlebe ich Zugehörigkeit?

Welche Anpassung zahle ich für Zugehörigkeit?

Wo kann ich eigen sein und trotzdem verbunden bleiben?

WIR · Zwischen uns

Wie zeigen wir einander: Du gehörst dazu, auch wenn du anders bist?

Welche Unterschiede bedrohen unser Zugehörigkeitsgefühl?

ALLE · Für Organisationen

Welche Menschen erleben unsere Kultur als zugehörig und welche als randständig?

Wie verbinden wir gemeinsame Identität mit echter Verschiedenheit?

Zugehörigkeit wird weit, wenn Verbindung nicht mehr von Gleichheit abhängt.
Siehe auch: Autonomie Rollenkonformität Verbundenheit Eigenheit Gleichwürdigkeit Interdependenz