… entsteht Mitgefühl aus dem Zusammenspiel von Empathie und Impathie. Wir lassen uns von einem anderen Menschen berühren und bleiben zugleich mit unserem eigenen Erleben verbunden.
Mitgefühl unterscheidet sich dadurch sowohl von Distanz als auch von emotionaler Verschmelzung. Es trägt die Fähigkeit in sich, beim anderen zu bleiben, ohne dessen Gefühle übernehmen oder lösen zu müssen. Gerade diese Balance macht Mitgefühl zu einer tragfähigen Form der Beziehung.
Mit wachsender Haltung erweitert sich Mitgefühl. Es richtet sich nicht nur auf einzelne Menschen, sondern zunehmend auch auf Gruppen, Organisationen, Tiere, die Natur und die Mitwelt als Ganzes. Es verbindet Verbundenheit mit Verantwortung, ohne sich in Selbstaufgabe zu verlieren.
Eine Freundin erzählt dir von ihrem Schmerz. Du musst ihn nicht kleiner machen und keine schnellen Lösungen anbieten. Du bleibst einfach an ihrer Seite. Sie fühlt sich verstanden, und auch du bleibst innerlich ruhig und präsent.
Wo begegne ich mir selbst mit Mitgefühl?
Wann möchte ich Leid sofort beseitigen?
Wie gelingt es mir, offen zu bleiben?
Wie tragen wir einander durch schwierige Zeiten?
Wie unterscheiden wir Mitgefühl von Mitleid?
Wie entsteht eine Kultur des Mitgefühls?
Wie verbinden wir Fürsorge und Verantwortung?