… erkennen wir Resonanz als wechselseitiges Geschehen. Wir werden angestimmt und stimmen zugleich mit: durch Körperhaltung, Stimme, Aufmerksamkeit, Schweigen und die Bedeutungen, die wir einbringen. Auch Zurückhaltung oder Widerstand prägen den gemeinsamen Klang.
Mitstimmigkeit erweitert Verantwortung, ohne vollständige Kontrolle zu unterstellen. Niemand erzeugt ein Feld allein, und doch trägt jede Beteiligung zu seiner Qualität bei. Wer die eigene Mitstimmigkeit wahrnimmt, kann bewusster wählen, welche Resonanz verstärkt, abgeschwächt oder neu eingebracht werden soll.
Ein Team startet angespannt in eine Besprechung. Ein Kollege macht einen abwertenden Witz, mehrere lachen erleichtert, und die Spannung verwandelt sich in Zynismus. Eine andere Person benennt ruhig, dass sie die Unsicherheit im Raum spürt. Beide Beiträge stimmen das Feld mit, jedoch in unterschiedliche Richtungen.
Wie stimme ich den Raum durch meine Anwesenheit mit?
Welche Feldqualität verstärke ich unbewusst?
Welche andere Resonanz könnte ich einbringen?
Wie erzeugen wir unsere gemeinsame Gestimmtheit?
Welche Beiträge verändern den Klang unseres Miteinanders?
Welche Verhaltensweisen werden kulturell mitgestimmt und dadurch normal?
Wie können Menschen Verantwortung für Atmosphäre übernehmen, ohne sie allein tragen zu müssen?