… übernehmen Menschen im Laufe ihres Lebens viele Rollen. Kind, Mutter, Freund, Führungskraft oder Kollegin sind keine festen Eigenschaften, sondern Formen, die in bestimmten Zusammenhängen entstehen.
Rollen erleichtern Zusammenarbeit und schaffen Erwartungen. Gleichzeitig werden sie problematisch, wenn wir uns ausschließlich über sie definieren. Mit wachsender Haltungserweiterung gelingt es zunehmend, zwischen Rolle, ICH-Konstrukt und Selbst zu unterscheiden.
Rollen dürfen wechseln. Das Selbst muss ihnen nicht folgen, sondern ist unabhängig davon.
Du leitest tagsüber ein großes Unternehmen und spielst abends mit deinem Enkel auf dem Teppich. Dieselbe Person zeigt sich in unterschiedlichen Rollen. Keine von ihnen beschreibt dich vollständig.
Welche Rollen geben mir Kraft?
Welche engen mich ein?
Welche Rolle darf ich heute bewusst verlassen?
Welche Rollen schreiben wir einander zu?
Wo begegnen wir uns jenseits unserer Funktionen?
Welche Rollen prägen unsere Zusammenarbeit?
Wo verhindern Rollenerwartungen Entwicklung?