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Wer sind wir? · Selbst

Rolle

Rollen geben Orientierung. Sie sind nicht unsere Identität.

Auf den Punkt

Eine Rolle beschreibt eine zeitweise Form des Handelns, die sich in bestimmten Beziehungen und Kontexten bildet.

Wenn wir emergetisch schauen …

… übernehmen Menschen im Laufe ihres Lebens viele Rollen. Kind, Mutter, Freund, Führungskraft oder Kollegin sind keine festen Eigenschaften, sondern Formen, die in bestimmten Zusammenhängen entstehen.

Rollen erleichtern Zusammenarbeit und schaffen Erwartungen. Gleichzeitig werden sie problematisch, wenn wir uns ausschließlich über sie definieren. Mit wachsender Haltungserweiterung gelingt es zunehmend, zwischen Rolle, ICH-Konstrukt und Selbst zu unterscheiden.

Rollen dürfen wechseln. Das Selbst muss ihnen nicht folgen, sondern ist unabhängig davon.

Erlebbar wird das, wenn …

Du leitest tagsüber ein großes Unternehmen und spielst abends mit deinem Enkel auf dem Teppich. Dieselbe Person zeigt sich in unterschiedlichen Rollen. Keine von ihnen beschreibt dich vollständig.

ICH · Für mich

Welche Rollen geben mir Kraft?

Welche engen mich ein?

Welche Rolle darf ich heute bewusst verlassen?

WIR · Zwischen uns

Welche Rollen schreiben wir einander zu?

Wo begegnen wir uns jenseits unserer Funktionen?

ALLE · Für Organisationen

Welche Rollen prägen unsere Zusammenarbeit?

Wo verhindern Rollenerwartungen Entwicklung?

Rollen helfen uns, miteinander zu handeln. Sie erzählen nicht, wer wir sind.
Siehe auch: Identität Selbst ICH-Konstrukt Persönlichkeit Soziale Erwartbarkeit Authentizität Identitätsentwicklung Organisation Selbstverbergung Soziale Adresse Transformative Autorität Rollenerwartungen Rollenkonformität Selbstformen