… dazu können Rollen, Selbstbilder, Identitäten, persönliche Narrative und charakteristische Weisen der Selbststeuerung gehören. Jede Selbstform gibt Orientierung und macht bestimmte Erfahrungen anschlussfähig, während andere leichter außerhalb des eigenen Blicks bleiben.
Emergetisch werden Selbstformen als gewordene und veränderbare Formen betrachtet. Sie sind wirklich wirksam, ohne das gesamte Selbst auszumachen. Entwicklung erweitert die Fähigkeit, Selbstformen zu bewohnen, zu reflektieren und bei Bedarf neu zu bilden.
Ein Mann erlebt sich im Beruf als souveräner Entscheider, in seiner Herkunftsfamilie binnen zehn Minuten wieder als kleiner Bruder, der sich rechtfertigt. Zwei Selbstformen erscheinen mit erstaunlicher Kontexttreue im selben Menschen.
Welche Selbstform ist gerade besonders aktiv?
Welche Kontexte rufen unterschiedliche Seiten von mir hervor?
Welche Selbstform wird enger und welche beginnt sich zu entwickeln?
Welche Selbstformen rufen wir gegenseitig hervor?
Wie können wir einander mehr als eine Form zugestehen?
Welche Selbstformen werden durch Rollen und Kultur gefördert?
Wo fixieren wir Menschen auf eine frühere Form ihres Selbst?