… menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens zahlreiche Formen: Rollen, Routinen, Perspektiven, Entscheidungsweisen und Ausdrucksmöglichkeiten. Entwicklung erweitert nicht nur deren Anzahl, sondern auch die Beweglichkeit im Umgang mit ihnen.
Formbeweglichkeit zeigt sich darin, dass eine frühere Form verfügbar bleibt, ohne automatisch zu führen. Wir können klar entscheiden, empathisch zuhören, einer Regel folgen oder sie hinterfragen – abhängig davon, was im jeweiligen Kontext brauchbar ist.
Eine erfahrene Führungskraft moderiert morgens einen offenen Strategieprozess, entscheidet mittags in einer Krise allein und hört nachmittags einer Mitarbeiterin zwanzig Minuten zu, ohne eine Lösung anzubieten. Drei Situationen, drei Formen. Keine muss zur persönlichen Weltanschauung werden.
Welche Formen stehen mir leicht zur Verfügung?
Wo bleibe ich an einer Form hängen, obwohl der Kontext etwas anderes verlangt?
Welche frühere Fähigkeit möchte ich wieder bewusster nutzen?
Wie beweglich wechseln wir zwischen Zuhören, Entscheiden und Gestalten?
Welche Form dominiert unser Miteinander unabhängig von der Situation?
Welche Strukturen fördern kontextbezogene Formbeweglichkeit?
Wo wird eine erfolgreiche Arbeitsform zur universellen Antwort?