… bewusstsein erweitert sich durch Unterscheidungen. Wir lernen, Emotion und Gefühl, Rolle und Selbst, Verantwortung und Schuld, Resonanz und Zustimmung oder Perspektive und Wirklichkeit differenzierter auseinanderzuhalten. Dadurch wächst der Möglichkeitsraum für Antworten.
Emergetisch gehört dazu auch die Fähigkeit, Unterschiede bestehen zu lassen, ohne sie automatisch zu hierarchisieren. Unterscheidung schafft Orientierung; Bewertung ist eine mögliche nächste Operation und sollte als solche erkennbar bleiben.
Zwei Kolleginnen streiten darüber, ob ein Projekt „gut“ oder „schlecht“ läuft. Erst als sie unterscheiden zwischen Zeitplan, Qualität, Teamklima und Kundennutzen, merken sie, dass beide recht hatten – nur jeweils über etwas anderes gesprochen haben.
Welche Unterscheidung würde meine Situation präziser machen?
Wo vermische ich zwei Ebenen?
Welche Bewertung folgt auf eine Unterscheidung, obwohl sie nicht zwingend daraus entsteht?
Welche Unterschiede brauchen wir, um uns besser zu verstehen?
Wo machen wir aus Verschiedenheit zu schnell eine Rangordnung?
Welche Unterscheidungen prägen unsere Entscheidungen?
Wo sind Kennzahlen oder Kategorien zu grob für die Wirklichkeit, die sie abbilden sollen?