… sie entsteht nicht unabhängig von Beziehung und Kontext. Anerkennung, Bedingungen, Energie und Erfahrungen beeinflussen, was uns bewegt. Selbstmotivation beschreibt daher keine autarke Kraftquelle, sondern den Grad, in dem äußere Anforderungen mit einer eigenen Bedeutung verbunden werden können.
Emergetisch interessiert, welche Formen von Motivation lebendig bleiben und welche sich erschöpfen. Wo Motivation nur über Druck, Belohnung oder Selbstdisziplin organisiert wird, kann Sinnmüdigkeit entstehen. Wo Resonanz und Eigenheit beteiligt sind, wird Handeln oft tragfähiger.
Eine Teilnehmerin sagt: „Ich sollte wirklich mehr Sport machen.“ Auf die Frage, was sie daran eigentlich reizt, schweigt sie. Zwei Wochen später beginnt sie zu tanzen und geht dreimal freiwillig hin. Das Ziel „Bewegung“ war gleich, die innere Anschlussfähigkeit hatte sich verändert.
Was bewegt mich aus eigenem Antrieb?
Welche Ziele trage ich vor allem, weil ich glaube, sie tragen zu müssen?
Welche Bedeutung macht eine Aufgabe für mich lebendig?
Wie unterstützen wir Motivation, ohne einander zu steuern?
Welche gemeinsamen Ziele verbinden sich mit eigenen Anliegen?
Welche Bedingungen fördern Selbstmotivation?
Wo ersetzt unsere Organisation Sinn durch Anreizsysteme?