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Wer sind wir? · Selbst

Selbstmotivation

Handlungskraft wird besonders tragfähig, wenn ein Grund zu handeln auch innerlich als eigener Grund erlebt wird.

Auf den Punkt

Selbstmotivation bezeichnet die Fähigkeit, Handlungen aus einer innerlich nachvollziehbaren Absicht, einem Wert oder einem selbst gewählten Ziel heraus in Bewegung zu bringen und aufrechtzuerhalten.

Wenn wir emergetisch schauen …

… sie entsteht nicht unabhängig von Beziehung und Kontext. Anerkennung, Bedingungen, Energie und Erfahrungen beeinflussen, was uns bewegt. Selbstmotivation beschreibt daher keine autarke Kraftquelle, sondern den Grad, in dem äußere Anforderungen mit einer eigenen Bedeutung verbunden werden können.

Emergetisch interessiert, welche Formen von Motivation lebendig bleiben und welche sich erschöpfen. Wo Motivation nur über Druck, Belohnung oder Selbstdisziplin organisiert wird, kann Sinnmüdigkeit entstehen. Wo Resonanz und Eigenheit beteiligt sind, wird Handeln oft tragfähiger.

Erlebbar wird das, wenn …

Eine Teilnehmerin sagt: „Ich sollte wirklich mehr Sport machen.“ Auf die Frage, was sie daran eigentlich reizt, schweigt sie. Zwei Wochen später beginnt sie zu tanzen und geht dreimal freiwillig hin. Das Ziel „Bewegung“ war gleich, die innere Anschlussfähigkeit hatte sich verändert.

ICH · Für mich

Was bewegt mich aus eigenem Antrieb?

Welche Ziele trage ich vor allem, weil ich glaube, sie tragen zu müssen?

Welche Bedeutung macht eine Aufgabe für mich lebendig?

WIR · Zwischen uns

Wie unterstützen wir Motivation, ohne einander zu steuern?

Welche gemeinsamen Ziele verbinden sich mit eigenen Anliegen?

ALLE · Für Organisationen

Welche Bedingungen fördern Selbstmotivation?

Wo ersetzt unsere Organisation Sinn durch Anreizsysteme?

Selbstmotivation entsteht, wenn eine Aufgabe im eigenen Bedeutungsraum einen Grund zum Handeln findet.
Siehe auch: Selbstermächtigung Antrieb Eigenheit Sinn Selbsttreue Autonomie Vitalität