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Wer sind wir? · Selbst

Selbstermächtigung

Handlungsfähigkeit wächst, wenn wir den eigenen Einfluss weder kleiner noch größer machen, als er tatsächlich ist.

Auf den Punkt

Selbstermächtigung bezeichnet den Prozess, in dem Menschen den eigenen Handlungsspielraum erkennen, beanspruchen und verantwortlich nutzen.

Wenn wir emergetisch schauen …

… sie kann dort wichtig werden, wo Anpassung, Abhängigkeit oder erlernte Ohnmacht den Zugang zur eigenen Wirksamkeit eingeschränkt haben. Selbstermächtigung heißt dann, die eigene Stimme, Grenzen, Entscheidungen und Gestaltungsmöglichkeiten wieder ernst zu nehmen.

Emergetisch wird Selbstermächtigung mit Interdependenz verbunden. Wir sind nie allmächtig und selten alleinige Ursache einer Situation. Gerade die klare Unterscheidung zwischen eigenem Einfluss und Unverfügbarkeit macht Handlungskraft realistischer.

Erlebbar wird das, wenn …

Eine Mitarbeiterin beklagt seit Monaten, dass niemand ihre Idee unterstützt. In einem Gespräch merkt sie, dass sie sie noch nie offiziell vorgestellt hat, weil sie Ablehnung vermeiden wollte. Am nächsten Tag bucht sie einen Termin. Die Organisation ist noch dieselbe, ihr Handlungsspielraum nicht mehr.

ICH · Für mich

Wo unterschätze ich meinen Einfluss?

Welche konkrete Handlung liegt in meiner Macht?

Wo darf ich anerkennen, dass etwas nicht von mir kontrollierbar ist?

WIR · Zwischen uns

Wie unterstützen wir einander darin, eigene Handlungsspielräume zu nutzen?

Wo übernehmen wir füreinander Verantwortung, die eigentlich beim anderen bleiben darf?

ALLE · Für Organisationen

Welche Strukturen ermöglichen echte Selbstermächtigung?

Wo sprechen wir von Empowerment, ohne Entscheidungsspielräume zu verändern?

Selbstermächtigung macht den eigenen Anteil wirksam, ohne das Ganze zur eigenen Verantwortung zu erklären.
Siehe auch: Eigenverantwortung Autonomie Selbstmotivation Antwortlichkeit Unverfügbarkeit Autonomierespekt