… es umfasst Vorstellungen über Fähigkeiten, Werte, Eigenschaften, Zugehörigkeiten und typische Verhaltensweisen. Im Unterschied zum eher bildhaften Selbstbild beschreibt das Selbstkonzept stärker die gedankliche Organisation dieser Selbstannahmen.
Emergetisch wird auch das Selbstkonzept als Konstruktion betrachtet. Es hilft, Kontinuität herzustellen und kann zugleich Erfahrungen aussortieren, die nicht zur bisherigen Theorie passen. Entwicklung macht das Konzept durchlässiger und erlaubt komplexere, auch widersprüchliche Selbstbeschreibungen.
Ein Mann hält sich für ausgesprochen rational und erzählt diese Eigenschaft gern als Kern seines Selbstkonzepts. Als seine Tochter ihn fragt, warum er seit zwanzig Jahren denselben Fußballverein unterstützt, erklärt er ihr sehr rational, warum diese Frage völlig am Thema vorbeigeht.
Welche zentralen Annahmen gehören zu meinem Selbstkonzept?
Welche davon sind hilfreich und welche zu eng geworden?
Welche widersprüchliche Erfahrung könnte mein Selbstverständnis erweitern?
Welche Selbstkonzepte bestätigen wir einander?
Wie können wir neue Seiten sichtbar machen, ohne alte Beschreibungen abzuwerten?
Welche Kategorien prägen unser Bild von Mitarbeitenden?
Wo behandeln wir Selbstkonzepte als stabile Eigenschaften statt als entwickelbare Konstruktionen?