… der Kreis lebt von Gleichwürdigkeit, Selbstverantwortung und Kontinuität. Seine Mitglieder gestalten Form, Inhalt und Umgang mit Spannungen selbst. Es gibt keine Person, die für die Entwicklung der anderen zuständig ist; jede bringt Erfahrungen, Fragen und Resonanzangebote ein.
Emergetisch kann ein Wachstumskreis zu einem Resonanz- und Emergenzraum werden. Über längere Zeit werden Muster sichtbar, neue Selbstformen können erprobt und kleine Entwicklungsbewegungen nachgenährt werden. Gerade die wiederkehrende Begegnung macht Veränderung beobachtbar.
Vier Menschen treffen sich seit zwei Jahren jeden ersten Dienstag. Beim dritten Treffen wollte einer den Ablauf optimieren, beim fünften eine andere alles offenlassen. Inzwischen haben sie eine erstaunlich tragfähige Form gefunden: genug Struktur, damit es stattfindet, und genug Freiheit, damit noch niemand weiß, was an diesem Abend wichtig werden wird.
Welche Form gemeinsamer Entwicklung unterstützt mich?
Was möchte ich in einem Kreis sichtbar und besprechbar machen?
Welche Verantwortung übernehme ich für die Qualität des gemeinsamen Raumes?
Wie schaffen wir Verbindlichkeit und Offenheit zugleich?
Wie gehen wir mit Spannungen um, ohne eine Leitung für unsere Beziehung verantwortlich zu machen?
Welche selbstorganisierten Lernräume ergänzen formale Entwicklung?
Wie können Organisationen Räume ermöglichen, ohne sie zu vereinnahmen?