… würdigen wir zeitlich begrenzte und verschieden intensive Formen von Begleitung. Weggefährten können Freunde, Kolleginnen, Lehrer oder zufällige Begegnungen sein. Ihre Bedeutung liegt nicht zwingend in Dauer, sondern in der Qualität des gemeinsamen Wegstücks.
Weggefährtenschaft verbindet Nähe mit Freiheit. Menschen können einander unterstützen, herausfordern und prägen, ohne Anspruch auf die gesamte Entwicklung des anderen zu erheben. Abschied gehört zu dieser Form: Manche Wege trennen sich, während die gemeinsame Erfahrung weiterwirkt.
Zwei Kolleginnen arbeiten drei Jahre eng an einem Projekt. Sie lernen voneinander, durchstehen Krisen und entwickeln eine gemeinsame Sprache. Danach wechseln beide in andere Bereiche. Die tägliche Nähe endet, doch die Weggefährtenschaft bleibt Teil ihrer Entwicklung.
Wer hat mich auf wichtigen Wegstücken begleitet?
Welche Begegnung wirkt weiter, obwohl sie endete?
Wem kann ich gegenwärtig Weggefährte sein?
Welches Wegstück teilen wir gerade?
Wie respektieren wir unterschiedliche Richtungen und Geschwindigkeiten?
Welche Beziehungen tragen Übergänge und Projekte?
Wie würdigen wir Abschiede und zeitlich begrenzte Zusammenarbeit?