… entwicklung kann zunächst als Öffnung, Krise oder intensive Erfahrung auftreten. Ohne Integration bleibt sie leicht isoliert: als Erkenntnis, die im Alltag kaum wirkt, oder als neue Haltung, die frühere Bedürfnisse abwertet. Integrationsarbeit fragt, wie das Neue verkörpert, erprobt und mit dem Gewordenen verbunden werden kann.
Dazu gehören Wiederholung, Nachnähren, Reflexion, Beziehung und manchmal auch Trauer um Formen, die ihre bisherige Funktion verlieren. Integration verlangsamt Entwicklung nicht; sie gibt ihr Halt.
Nach einem intensiven Retreat sagt ein Teilnehmer: „Ich habe verstanden, dass ich nichts mehr kontrollieren muss.“ Am Montag ist sein Kalender auf fünf Minuten genau getaktet. Die Einsicht war echt. Die Integrationsarbeit beginnt erst jetzt.
Welche neue Erfahrung braucht noch einen Platz in meinem Alltag?
Was aus meiner bisherigen Form möchte mitgenommen werden?
Welche kleine Praxis könnte das Neue nachnähren?
Wie unterstützen wir einander dabei, Erkenntnisse zu verkörpern?
Wo feiern wir Durchbrüche, ohne ihre Integration zu begleiten?
Welche Zeit und Praxis gibt unsere Organisation neuen Formen nach Veränderungen?
Wie verhindern wir, dass Transformation beim Workshop endet?