… fragen wir, ob Menschen als formbare Objekte, rationale Entscheider, selbstorganisierende Systeme oder relationale Wesen verstanden werden. Jede Annahme führt zu anderen Formen von Führung, Bildung und Begleitung.
Eine emergetische Transformationsanthropologie sieht Menschen als leiblich, sprachlich und sozial gewordene Wesen mit Eigenheit und Autonomie. Sie können sich entwickeln, bleiben jedoch unverfügbar. Entwicklung geschieht in Resonanzfeldern und umfasst Fähigkeiten ebenso wie Haltungen, Verluste und Grenzen.
Ein Veränderungsprogramm setzt auf Anreize und Kommunikation, weil es Menschen vor allem als Nutzenmaximierer versteht. Widerstand gilt als mangelnde Einsicht. Als das Menschenbild erweitert wird, treten Zugehörigkeit, Biografie, Identität und leibliche Sicherheit in den Blick. Dadurch verändert sich die gesamte Transformationsarchitektur.
Welches Menschenbild prägt meinen Umgang mit Veränderung?
Wo behandle ich mich selbst als optimierbares Projekt?
Welche Dimension menschlicher Entwicklung fehlt in meiner Vorstellung?
Wie sehen wir einander in Veränderungsprozessen?
Welche Form von Begleitung entspricht Autonomie und Bezogenheit?
Welches Menschenbild liegt unseren Personal- und Transformationsinstrumenten zugrunde?
Welche Wirkungen erzeugt dieses Bild im Alltag?