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Wer sind wir? · Selbst

Orientierung

Orientierung entsteht, wenn Unterschiede Bedeutung gewinnen und eine nächste Bewegung möglich wird.

Auf den Punkt

Orientierung bezeichnet die Fähigkeit, sich in einer Situation, Beziehung oder Lebensphase zu verorten und daraus eine Richtung für das Handeln zu bilden.

Wenn wir emergetisch schauen …

… ist Orientierung keine vollständige Landkarte. Sie entsteht aus Werten, Erfahrungen, Körperempfinden, sozialen Erwartungen und verfügbaren Zukunftserzählungen. Je nach Haltung kann sie durch Zugehörigkeit, Ziele, innere Stimmigkeit oder die Wahrnehmung komplexer Kontexte getragen werden.

Orientierung bleibt vorläufig und beweglich. In Übergängen können bisherige Bezugspunkte ihre Kraft verlieren, bevor neue entstehen. Dann braucht es weniger schnelle Antworten als Räume, in denen Erfahrungen sortiert, Resonanzen geprüft und nächste tragbare Schritte gefunden werden.

Erlebbar wird das, wenn …

Nach einer Umstrukturierung weiß eine Mitarbeiterin nicht, welche Rolle sie künftig einnehmen will. Eine Liste möglicher Positionen hilft ihr kaum. Erst im Gespräch über Werte, Fähigkeiten, Beziehungen und körperliche Resonanz entsteht eine Richtung. Sie kennt noch nicht den ganzen Weg, aber den nächsten stimmigen Schritt.

ICH · Für mich

Woran orientiere ich mich gegenwärtig?

Welche Richtung stammt aus eigener Resonanz und welche aus Erwartung?

Was ist mein nächster tragbarer Schritt?

WIR · Zwischen uns

Welche gemeinsame Orientierung verbindet uns?

Wie gehen wir mit unterschiedlichen Richtungen um?

ALLE · Für Organisationen

Welche Bilder und Kriterien geben unserer Organisation Orientierung?

Wie bleibt Richtung klar, ohne Zukunft vollständig festzulegen?

Orientierung muss nicht den ganzen Weg kennen; sie lässt den nächsten Schritt in Beziehung zur Welt entstehen.
Siehe auch: Stimmigkeit Eigenheit Zukunftserzählung Verantwortung Kontextbewusstsein Nichtwissen Überrelativierung