… betrachten wir Netzwerke nicht nur als Ansammlung von Kontakten. Ihre Qualität entsteht aus der Art, Dichte und Vielfalt ihrer Verbindungen. Manche Knoten vermitteln zwischen Bereichen, andere bündeln Wissen oder schaffen Vertrauen. Veränderungen können sich dadurch schnell ausbreiten oder an fehlenden Beziehungen versanden.
Netzwerke ermöglichen dezentrale Selbstorganisation und erhöhen zugleich Komplexität. Verantwortung, Zugehörigkeit und Entscheidung sind weniger eindeutig als in einer Hierarchie. Emergetisch interessiert, welche Resonanzfelder durch Vernetzung entstehen und wie Eigenständigkeit mit gemeinsamer Orientierung verbunden werden kann.
In einer Organisation gibt es ein offizielles Organigramm und daneben ein informelles Netzwerk von Menschen, die bei schwierigen Fragen angerufen werden. Eine Analyse zeigt, dass wenige Mitarbeitende fast alle Bereiche verbinden. Ihre Bedeutung liegt weniger in ihrer Position als in den Beziehungen, die Wissen und Vertrauen zirkulieren lassen.
Welche Netzwerke tragen mein Lernen und Handeln?
Welche Rolle nehme ich in ihnen ein?
Wo fehlt mir eine Verbindung zu einer anderen Perspektive?
Wie fließen Information und Unterstützung zwischen uns?
Welche Beziehungen sind tragend und welche überlastet?
Welche informellen Netzwerke prägen unsere Organisation?
Wie stärken wir Vernetzung, ohne Verantwortung diffus werden zu lassen?