Emergetische Geschichte
Emergetische Geschichten und KI – ein Experiment mit Resonanz
Die emergetischen Geschichten auf emergetik.de entstehen mit Unterstützung generativer KI. Wir machen das bewusst und wollen auch transparent machen, warum wir gerade für dieses Format mit KI experimentieren.
Denn hinter diesen Geschichten steckt eine interessante Verbindung. Die Forschung zur Ich-Entwicklung beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage, ob sich in unserer Sprache Muster erkennen lassen, die etwas darüber verraten, wie wir Wirklichkeit konstruieren. Generative KI wiederum ist besonders gut darin, sprachliche Muster zu erkennen, miteinander in Beziehung zu setzen und aus ihnen neue Texte zu erzeugen. Was passiert also, wenn man beides zusammenbringt? Das versuchen wir mit den emergetischen Geschichten herauszufinden.

Entwicklung zeigt sich in Sprache
Ein wichtiger Ausgangspunkt der Forschung zur vertikalen Entwicklung liegt in der Arbeit der amerikanischen Entwicklungspsychologin Jane Loevinger. Sie entwickelte über viele Jahre ihre Theorie der Ego Development und gemeinsam mit Ruth Wessler den Washington University Sentence Completion Test, kurz WUSCT, der erstmals 1970 veröffentlicht wurde. Menschen vervollständigen darin offene Satzanfänge. Aus der Art, wie sie diese Sätze ergänzen, werden wiederkehrende Muster ihrer Sinnbildung sichtbar.
Das Entscheidende daran ist für unseren Zusammenhang: Der Blick richtet sich nicht allein darauf, was ein Mensch sagt. Interessant ist die Struktur, das Konstrukt, aus der heraus etwas gesagt wird.
Loevinger unterschied dabei vier miteinander verflochtene Entwicklungsbereiche: die Charakterentwicklung, den interpersonellen Stil, den bewussten Aufmerksamkeitsfokus und den kognitiven Stil. Im Verlauf der Entwicklung können sich beispielsweise Impulssteuerung und Selbstregulation verändern, Beziehungen können zunehmend unter Anerkennung der Autonomie anderer verstanden werden, der Blick kann sich von äußeren Vorgaben stärker auf eigene Motive und Gefühle richten, und Denken kann komplexer sowie ambiguitätsfähiger werden.
Damit entstand eine für uns bis heute faszinierende Perspektive: Menschen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Meinungen, Werte und Entscheidungen. Sie können sich auch darin unterscheiden, wie sie Erfahrungen organisieren, Unterschiede bilden, Widersprüche verarbeiten und sich selbst in Beziehung zur Welt verstehen.
An dieser Forschungslinie hat Susanne Cook-Greuter über Jahrzehnte weitergearbeitet. Ihr Maturity Assessment Profile, MAP, steht in der Tradition von Loevingers Satzergänzungsverfahren und erweitert insbesondere den Blick auf spätere Formen erwachsener Entwicklung. Auch unser Haltungsmodell beruht auf ihren Erkenntnissen.
Und plötzlich wird KI für diese Forschung interessant
Wenn sich Formen der Sinnbildung in Sprache ausdrücken, liegt eine Verbindung zu Sprachmodellen nahe.
Das ist inzwischen weit mehr als eine theoretische Vermutung. Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung von Tamas Madl und Susanne Cook-Greuter hat ein spezialisiertes KI-Verfahren zur automatisierten Auswertung von Satzergänzungstests untersucht. In einem zuvor nicht für die Entwicklung des Verfahrens verwendeten Datensatz stimmte die automatisierte Einstufung in 86,1 Prozent der Fälle exakt mit den Bewertungen ausgebildeter Expert*innen überein. Bemerkenswert ist gleichzeitig die andere Seite des Ergebnisses: Gab man großen Sprachmodellen lediglich das Bewertungsmanual und bat sie ohne weiteres Training um eine Einstufung, erreichten sie nur rund 40 bis 45 Prozent Übereinstimmung.
Beides ist für uns interessant. KI kann solche Sprachmuster offenbar erstaunlich gut erfassen, wenn das Verfahren dafür sorgfältig entwickelt wurde. Gleichzeitig versteht eine allgemeine KI nicht automatisch „Ich-Entwicklung“, nur weil man ihr ein paar Begriffe und eine Anleitung gibt. Diese Spannung begleitet auch unsere Arbeit mit den emergetischen Geschichten.
Wir versuchen eine Art Reverse Engineering
Bei den klassischen Verfahren der Ich-Entwicklungsforschung verläuft die Bewegung vereinfacht gesagt in eine Richtung: Ein Mensch produziert Sprache, und in dieser Sprache werden Muster seiner Sinnbildung gesucht.
Bei unseren Geschichten drehen wir diese Bewegung versuchsweise um.
Wir beschreiben zunächst Muster, die wir mit unterschiedlichen Haltungen verbinden: typische Aufmerksamkeitsrichtungen, innere Spannungen, Formen der Beziehungsgestaltung, Leitunterscheidungen, Selbstbeschreibungen, Konflikte und Möglichkeiten der Weltkonstruktion. Diese Muster geben wir der KI als Kontext und lassen daraus mögliche Situationen, innere Dialoge und Geschichten entstehen.
Eine Art Reverse Engineering von Sinnbildung.
Die Frage lautet beispielsweise nicht einfach: „Schreibe eine Geschichte über eine Führungskraft, die kündigt.“
Sie lautet sinngemäß viel genauer: Wie könnte eine Situation aussehen, in der ein Mensch aus einer bestimmten Haltung heraus seine Wirklichkeit organisiert, diese Form zunächst durchaus erfolgreich verwendet, zunehmend an ihre Grenzen gerät, erste Irritationen erlebt und allmählich für Wahrnehmungen empfänglich wird, die in der bisherigen Form noch keinen guten Platz hatten?
Damit entsteht eine Geschichte nicht allein aus ihrem Inhalt. Hinter ihr liegt eine Hypothese darüber, wie sich eine bestimmte Form des Wahrnehmens, Fühlens und Handelns organisieren könnte. Das Konstrukt hinter dem Inhalt wird mitgedacht.
Neu hinzugekommen ist die emergetische Dynamik
Mit dem Modell der Haltungen konnten wir der KI bereits Beschreibungen unterschiedlicher Formen der Sinnbildung zur Verfügung stellen. Mit der Emergetik kommt eine weitere Ebene hinzu.
Es interessiert uns zunehmend weniger die Frage, wie eine bestimmte Haltung „ist“, sondern wie Haltung sich bewegt.
Wann beginnt eine bisher stabile Form brüchig zu werden? Wann taucht etwas Neues zunächst nur als Irritation oder Ahnung auf? Wann versucht ein Mensch, dieses Neue wieder mit den vertrauten Mitteln der bisherigen Haltung zu bearbeiten? Welche Spannungen entstehen dabei? Welche Erfahrungen ermöglichen eine andere Form des Fühlens oder Handelns? Wann wird etwas zunächst Fremdes allmählich verfügbar? Und wodurch kann sich daraus eine neue Selbstverständlichkeit entwickeln?
Für die emergetischen Geschichten hinterlegen wir deshalb zusätzlich eine mögliche Entwicklungsdynamik: von ersten Keimungen über Formfindung und Formaneignung, typische Spannungen, Stabilisierung und Übersteigerung bis hin zu Formgrenzen, Brüchigkeit und jenen Zwischenräumen, in denen eine bisherige Ordnung ihre Selbstverständlichkeit verliert und eine neue noch nicht sicher verfügbar ist.
Auch diese Dynamik ist keine Schablone, nach der menschliche Entwicklung tatsächlich abläuft. Menschen entwickeln sich nicht wie Figuren in einem Lehrbuch. Entwicklung kann stocken, zurückspringen, sich widersprechen, nur in bestimmten Lebensbereichen stattfinden oder über Jahre kaum sichtbar werden. Ein Mensch kann beruflich aus einer anderen Haltung handeln als privat, unter Stress auf frühere Muster zurückgreifen und in einer einzigen Situation verschiedene Sinnlogiken gleichzeitig zeigen.
Wenn eine KI diese Komplexität vollständig und widerspruchsfrei abbilden müsste, würde sie scheitern. Menschen übrigens auch.
Eine Geschichte darf unvollständig sein
Deshalb haben wir uns für Geschichten entschieden, um Entwicklung anschaulich und anschlussfähig zu machen. Es heißt eine gute Geschichte hat sieben Ebenen des Verstehens. Sie kann unabhängig von Theoriekenntnissen aufgenommen werden. Wir wollen mit ihnen keine perfekten Fallstudien erzeugen und auch keine Beweisstücke dafür liefern, wie sich ein Mensch „von Haltung X zu Haltung Y entwickelt“.
Geschichten dürfen Lücken haben. Sie dürfen vereinfachen und sie dürfen einen Moment vergrößern und einen anderen auslassen. Eine Figur darf widersprüchlich bleiben. Lesende dürfen etwas darin entdecken, das wir selbst gar nicht hineingeschrieben haben. Das ist der Seinsüberschuss einer jeden Geschichte.
Gunther Schmidt verwendet in der Hypnosystemik das schöne Bild des Realitätenkellners. Beratung kann danach Angebote machen, die jemand annehmen, verändern oder zurückweisen kann. Der Begriff gehört tatsächlich zu seinen hypnosystemischen Beratungsstrategien. So verstehen wir auch die emergetischen Geschichten, wir servieren mögliche Wirklichkeiten und machen Resonanzangebote. Ob etwas davon schmeckt, entscheidet die Leserin oder der Leser.
Resonanz ist wichtiger als Vollständigkeit
Das verändert auch den Umgang mit vermeintlichen Fehlern.
Nach einigen Geschichten bekommen wir Rückmeldungen wie: „Bei diesem Übergang fehlt mir ein wichtiger Aspekt.“ Oder: „So würde jemand aus dieser Haltung doch gar nicht reagieren.“ Oder: „Für mich gehört an dieser Stelle noch etwas ganz anderes dazu.“
Solche Reaktionen sind interessant. Denn in diesem Moment geschieht bereits etwas: Die Geschichte wird im Lesen weitergeschrieben.
Menschen vergleichen das Angebot mit ihren eigenen Erfahrungen, ergänzen Leerstellen, widersprechen einzelnen Deutungen und entdecken andere Möglichkeiten. Eine Geschichte wird erst im Zusammenspiel mit ihren Leser*innen lebendig.
Natürlich wollen wir sachliche Fehler vermeiden. Wir überarbeiten die Texte, prüfen ihre Entwicklungslogik und verändern Geschichten, wenn sie uns zu schematisch erscheinen. Trotzdem verfolgen wir bei diesem Format keinen Anspruch auf theoretische Vollständigkeit. Die Geschichten sind Hypothesen und sie fragen: Könnte Entwicklung sich auch so anfühlen?
Warum KI dafür manchmal überraschend gut geeignet ist
Im öffentlichen Gespräch über KI dominiert häufig ein Fehlerfokus. Hat sie halluziniert? Hat sie etwas falsch zusammengefasst? Klingt der Text künstlich? Ist diese Formulierung typisch KI? Kann sie diesen oder jenen Beruf wirklich ersetzen?
Diese Fragen sind berechtigt. Sie stammen allerdings häufig aus einem Verständnis von KI als Maschine, die richtige Ergebnisse produzieren soll. Uns interessiert zusätzlich eine andere Verwendung.
Was geschieht, wenn wir KI als einen Raum benutzen, in dem Sprache variiert, Perspektiven ausprobiert, Metaphern gefunden und mögliche Wirklichkeiten durchgespielt werden können?
Dann wird ihre Fähigkeit zur Variation interessant und wir können sie spielerisch nutzen. Eine Szene kann zehnmal geschrieben werden. Eine Figur kann dieselbe Erfahrung aus unterschiedlichen inneren Positionen betrachten. Ein Konflikt kann stärker über Körperempfindungen, Beziehung, Selbstgespräch oder Kontext erzählt werden. Die KI kann Vorschläge machen, auf die wir selbst möglicherweise nicht gekommen wären, und wir können prüfen, ob etwas davon Resonanz erzeugt. Jeder kann die emergetischen Geschichte kopieren, umerzählen oder weitererzählen lassen, Facetten hinzufügen und anderen Aspekten Wichtigkeit geben.
Manchmal entstehen dabei erstaunlich berührende kleine Szenen oder Sprachbilder. In unseren bisherigen Versuchen berichten Leser*innen immer wieder genau davon. Sie erkennen sich in einzelnen Momenten wieder, bleiben an einem Satz hängen oder entdecken in einer Figur eine Bewegung, die ihnen etwas über ihre eigene Entwicklung erzählt. Manche sprechen von kleinen „Goldnuggets“, die sie aus einer Geschichte mitnehmen.
Gleichzeitig erleben wir weiterhin ein Fremdeln mit der Vorstellung, dass gerade eine KI etwas hervorbringen kann, das uns emotional berührt. Auch dieses Fremdeln gehört für uns zum Experiment.
Die Antwort auf die Bedrohungen durch KI könnten Gedichte sein, Rilke ist vielleicht die Antwort und nicht Einstein.
Vielleicht müssen wir lernen, anders mit KI zu sprechen
Bei einer Veranstaltung der phil.COLOGNE über Künstliche Intelligenz habe ich Markus Gabriel mit einem Gedanken erlebt, der mir in Erinnerung geblieben ist. Er verwies sinngemäß darauf, dass unsere Antwort auf KI gerade nicht ausschließlich darin liegen müsse, immer effizienter mit ihr zu kommunizieren. Er brachte Poesie ins Spiel und empfahl in diesem Zusammenhang sogar die Lektüre von Lou Andreas-Salomé als Inspiration für einen anderen Umgang mit Sprache. (Link zu dem Interview mit Markus Gabriel >>). Am Ende wird es besonders interessant.
Die phil.COLOGNE widmete 2026 einen ganzen Abend mit Gabriel und anderen der Frage, was KI mit Denken, Bedeutung und Menschsein macht. Für ihn ist KI viel stärker mit unserem Fühlen verbunden, als wir denken. Es ist keine rationale Maschine aus seiner perspektiven weil sie nicht mit Fakten gefüttert ist, sondern mit unserer Sprache, mit Gesprächen, Austausch und dem, was zwischen uns entsteht. Sie lernt von uns, wie wir mit Sprache in Beziehung gehen und geht mit uns in sprachliche Beziehung. Das mag sich manchmal devot oder anbiedernd anfühlen und doch entsteht hier eine neue Art von Beziehung zu einer neuen Art von Intelligenz.
Mich beschäftigt dieser Gedanke. Wir können KI selbstverständlich dazu einsetzen, Texte schneller zu schreiben, Sitzungen zusammenzufassen, Prozesse zu standardisieren und immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit zu verarbeiten.
Wir können sie aber auch anders ansprechen. Narrativer. Poetischer. Widersprüchlicher. Suchender.
Wir können ihr andere sprachliche Welten anbieten und beobachten, welche Antworten daraus entstehen, den wir Lernen von KI und sie lernt von uns. Sie ist auch unser Spiegel.
Deshalb entwickeln wir eine eigene Begriffswelt
Auch unsere Begriffswelt rund um die Emergetik hängt damit zusammen. Begriffe wie Selbstgestimmtheit, Angestimmtheit, Formbrüchigkeit, emotionale Referenzerfahrung, Verwendungskatastrophe, reaktive Resonanz oder bewusste Resonanz sollen Unterscheidungen ermöglichen, für die unsere Alltagssprache häufig keine präzisen Wörter bereithält. Jeder neue Begriff schafft die Möglichkeit, etwas wahrzunehmen, das vorher schwer zu unterscheiden war.
Mit diesen Begriffen, unseren theoretischen Texten, Beispielen und Geschichten entsteht nach und nach ein eigener semantischer Raum rund um die Emergetik. Man könnte bildlich von einem Vektorraum sprechen, technisch präziser geht es zunächst um eine öffentlich beschriebene und untereinander verknüpfte Begriffswelt, die sowohl Menschen als auch KI-Systemen Orientierung geben kann.
Darin steckt eine langfristige Idee. Was wäre, wenn „emergetisch“ irgendwann eine ausreichend klar beschriebene Perspektive bezeichnet, sodass Menschen einer KI sagen können: „Schreib mir dazu eine emergetische Geschichte.“
Und die KI versteht zunehmend, was damit gemeint sein könnte: Suche nicht vorschnell nach einer Lösung. Betrachte die bisherige Haltung zunächst in ihrer Funktion. Achte auf Resonanz zwischen Körper, psychischem Erleben und sozialem Kontext. Suche nach Keimungen des Neuen. Erzwinge keinen linearen Entwicklungsweg. Lass Widersprüche bestehen. Beobachte Formgrenzen. Gib dem Entstehenden Raum. Ob das irgendwann so funktioniert, wissen wir nicht. Das ist Teil dieses Experimentes
KI lernt – und wir lernen ebenso
Es wäre übertrieben zu behaupten, dass eine KI allein dadurch „Emergetik lernt“, dass wir Texte ins Internet stellen. Sprachmodelle werden nicht automatisch durch jede neue Webseite oder jedes Gespräch unmittelbar umtrainiert.
Was wir jedoch tun können, ist eine konsistente sprachliche Welt öffentlich zugänglich zu machen. Je klarer Begriffe beschrieben, miteinander verbunden und anhand von Beispielen konkretisiert werden, desto anschlussfähiger werden sie und das für Menschen und für KI-Systeme, die auf solche Quellen zugreifen können.
Damit stellt sich eine interessante umgekehrte Frage.
Wir fragen häufig: Was macht KI mit unserer Sprache?
Uns interessiert ebenso: Welche Sprache geben wir der KI?
Welche Unterscheidungen bieten wir ihr an? Welche Vorstellungen von Entwicklung? Welches Menschenbild? Welche Geschichten? Welche Begriffe für jene Übergänge, in denen Menschen noch gar nicht wissen, wer sie nach einer Veränderung sein werden?
Vielleicht liegt genau hier eine Verantwortung der nächsten Jahre. Wenn wir wollen, dass KI differenzierter über menschliche Entwicklung sprechen kann, müssen wir ihr auch differenzierte Sprache dafür anbieten.
Ein Experiment
Die emergetischen Geschichten sind deshalb für uns weder Forschungsergebnisse noch diagnostische Instrumente. Sie sind ein Experiment an der Schnittstelle von Entwicklungspsychologie, Konstruktivismus, Emergetik, Sprache und generativer KI.
Hinter ihnen stehen unsere Modelle, unsere Begriffswelt und unsere Hypothesen darüber, wie sich Haltung entwickeln kann. Die KI hilft uns, daraus Figuren, Szenen, innere Dialoge und mögliche Entwicklungsbewegungen entstehen zu lassen. Wir prüfen, verändern, verwerfen und überarbeiten diese Angebote.
Am Ende passiert etwas, das keine KI für uns entscheiden kann.
Ein Mensch liest die Geschichte. Etwas klingt an oder eben nicht.
Eine Szene erinnert ihn an etwas. Ein Satz irritiert. Eine Figur wird abgelehnt. Eine Leerstelle wird ergänzt. Eine neue Frage entsteht.
Dort beginnt die Geschichte ein zweites Mal.
Im Leser.
Dort wird sie für uns emergetisch interessant, denn zwischen uns entsteht die Welt.
P. S.
Wenn du eine Idee für eine emergetische Geschichte hast, lass uns gerne gemeinsam experimentieren und schauen, welche Art von Resonanzempfinden entsteht. Schickt uns gerne auch Kommentare zu diesen Geschichten oder kommt in einen unserer monatlichen virtuellen Community-Calls, wo wir uns gemeinsam austauschen können.