… erscheinen Krisen nicht ausschließlich als Störungen. Sie markieren häufig Übergänge, an denen bisherige Selbstverständlichkeiten ihre Tragfähigkeit verlieren.
Entwicklungskrisen lassen sich nicht vollständig vermeiden. Sie gehören zu jedem lebendigen Entwicklungsprozess. Gerade weil das Neue noch keine Form besitzt, erleben wir Unsicherheit, Orientierungslosigkeit oder Zweifel.
Mit wachsender Haltung entsteht die Fähigkeit, Krisen nicht nur als Verlust, sondern auch als Schwellenraum zu erleben.
Nach vielen Jahren verlässt du eine vertraute berufliche Rolle. Die alte Identität trägt nicht mehr. Die neue hat sich noch nicht gebildet. Es fühlt sich an wie Stillstand – obwohl längst Entwicklung geschieht.
Welche Krise könnte gerade ein Übergang sein?
Was verabschiedet sich?
Was beginnt sich leise anzukündigen?
Wie begleiten wir einander durch Übergänge?
Welche Krisen haben unsere Beziehung wachsen lassen?
Welche Krisen gehören zu unserer Entwicklung?
Wie schaffen wir Sicherheit, ohne Veränderung zu verhindern?